1. Dezember 2011

Schmackhaftes Konzept: Kochhaus


























Kulinarische Legastheniker wie ich haben es nicht immer leicht: abgesehen von der Tatsache, dass unser tägliches Essverhalten unter chronischem Mangel an Vielfalt leidet, sind wir auch noch dem Unverständnis & Mitleid derer ausgesetzt, die sich jeden Abend ein neues Menü zaubern können, ohne dabei die Küche in Brand zu setzen! Aber mit dieser Misere soll nun Schluss sein...dank Kochhaus. Das Konzept aus Berlin klingt simpel: Als "begehbares Rezeptbuch" ist der Laden nach unterschiedlichen Gerichten aufgebaut. Ein Supermarkt quasi, an dem verschiedene Stände mit jeweils verschiedenen Rezepten die zugehörigen Zutaten anbieten. Das Ambiente gleicht aber keinesfalls dem von Rewe, Edeka oder Aldi. Vielmehr erinnert das Interieur und somit auch die Atmosphäre ein wenig an Mutterland, das Delikatessen-Haus aus Hamburg, was jeden Einkauf zu einem kleinen Erlebnis macht. Auch die Produktauswahl stimmt: von der Vorspeise bis zum Nachtisch, von der Suppe bis zum Steak...jeder soll das bekommen, wonach ihm gerade ist. Und damit auch immer mal wieder etwas Anderes auf den Tisch kommt, wechseln die Rezepte alle paar Wochen und machen Platz für neue interessante Gerichte. Ich selbst bin gestern in den Genuss gekommen, mein Abendessen mit Hilfe des Kochhauses aufzuwerten. Auf den Tellern landeten Penne mit Ricotta und frischem Babyspinat -ein Menü, das es unter anderen Umständen vermutlich niemals in meine Küche geschafft hätte. Und das Konzept ging auf: ich als absolute Nicht-Hobby-Köchin habe ohne große Umstände und mit wenig Zeitaufwand leckere Pasta gezaubert. Zur Unterstützung bekommt man zu jedem Gericht eine kleine Anleitung mit, die in wenigen Schritten erklärt was zu tun ist. Als größte Hilfe hat sich allerdings erwiesen, dass jede Zutat schon so proportioniert worden ist, dass man sich mühsames Abmessen und halsbrecherisches Schneiden einfach sparen, und stattdessen alles so wie es ist in den Topf werfen kann.
Das Fazit also: Super Idee! Nicht nur dem Laien wird der Gang in die Küche schmackhaft gemacht. Auch langjährige Kochbegeisterte können von dem Konzept profitieren weil sie ohne ausgiebige Rezeptsuche in den Genuss kommen Neues am Herd auszuprobieren. Zwar sind die Preise teilweise noch recht üppig für das durchschnittliche Studentenbudget, betrachtet man das Kocherlebnis aber als Mischung aus Restaurant-Besuch und der aufgewärmten Pizza zu Hause, ist der ein oder andere monatliche Einkauf im Kochhaus jedoch in jedem Fall drin. Und das Beste kommt natürlich wie immer zum Schluss: am Samstag, den 3.12., wird das Konzept aus Berlin nach Hamburg gebracht. Von 10 bis 20 Uhr könnt ihr euch in St. Georg (Lange Reihe 60) ein eigenes Bild machen. Schaut vorbei und lasst es euch danach schmecken!

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